Im September 2025 suchte ich über Facebook nach Freiwilligen, die sich von mir fotografieren lassen möchten. Stevens Frau meldete sich in seinem Namen und übernahm die gesamte Organisation. Wir hatten bereits gemeinsam eine Idee entwickelt. Vorab wollte ich einiges über Steven wissen. Wer ist er? Das war mir wichtig, weil ich ihn in keine zugeschnittene Rolle stecken wollte. Doch bevor wir uns treffen konnten, wurde es kalt – und ich versprach, mich im Frühjahr wieder zu melden.
Gesagt, getan. Im neuen Jahr schrieb ich Stevens Frau an, wir fanden einen Termin, und endlich hab ich Steven persönlich kennengelernt. Ich hatte ihm gesagt, es dauert höchstens zwei Stunden. Wir sind durch Kreuzberg spaziert, von Spot zu Spot, haben uns unterhalten, aber auch für Unterhaltung gesorgt. Mehrmals wurde Steven auf seinen Anzug angesprochen – der saß einfach perfekt.
Nach all der Planung, nach dem Verschieben und Vorfreuen, war es ein unglaublich angenehmer Nachmittag. Und als wir die Fotos sahen, waren wir beide stolz. Diese Serie entstand aus Geduld und Vertrauen.

